Noch ein Jahr bis zur Eröffnung der Landesgartenschau in Frankenberg –
der Ticketverkauf beginnt

Ausgesprochen medienwirksam hatten am 20.04.2018 die Landesgartenschaugesellschaft und der Bürgermeister zahlreiche Pressevertreter in das Veranstaltungs- und Kulturforum “Stadtpark“ eingeladen, genau ein Jahr vor der offiziellen Eröffnung der 8. Sächsischen Landesgartenschau.

Selbst das Wetter stellte sich mit herrlichem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen wunschgemäß den erwartungsfrohen Besuchern strahlend entgegen.

Dank der fleißigen Mitarbeiter des Veranstaltungs- und Kulturforums „Stadtpark“ begrüßte das Haus seine Gäste in sehr gepflegten und schönen Glanz.

Die ausliegenden Pressemappen mit Medieninformationen des  sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft, Pressemitteilungen der Hauptsponsoren, Finanzgruppe Ostdeutscher Sparkassenverband und enviaM sowie der Presseinformation der Landesgartenschau Frankenberg/Sa. gGmbH lieferten allen interessierten Anwesenden detailreich und konkret mit Zahlen, Daten & Fakten, Ausstellungshöhepunkten, Öffnungszeiten, Eintrittspreisen, Veranstaltungen und Blumenhallenschauen ein umfassendes Bild unseres Gartenfestivals im kommenden Jahr.

In den Redebeiträgen der verantwortlichen Vertreter wurden nochmals sehr positiv zum Inhalt der Schau, deren Umständen, der Wirkung auf die Bürger der Stadt und sicher deren zahlreichen Besuchern, als auch auf die Nachhaltigkeit des Gartenschaugeländes und deren Baulichkeiten verwiesen.

Prof. Schramm, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Mittelsachsen, machte deutlich, dass die Landesgartenschau einen Gewinn von Lebensqualität für unsere Bürger und Besucher zur Folge hat.

Der Landrat Matthias Damm sagte uns auch bei der Nachnutzung unmissverständlich die Hilfe des Landkreises Mittelsachsen zu. Wir nehmen ihn beim Wort.

Als Baumaßnahmen wurden bereits 42 Lose vergeben, nur drei sind lediglich noch offen. An Bauleistungen wurden 40 bis 50% realisiert. Prof. Weidinger, der Chef des verantwortlichen Landschaftsarchitekturbüros, sieht bis Jahresende den Abschluss der Bauarbeiten auf dem Landesgartenschaugelände.  Er verwies alle Schaulustigen jedoch darauf, die Erwartungen des baldigen Ergrünens noch etwas zu zügeln, versprach aber mit Beginn der Schau, ein Strahlen und Erblühen, wie wir es uns wünschen.

Jochen Heinz, Geschäftsführer der Landesgartenbaugesellschaft, mit den Erfahrungen zahlreicher Gartenschauen „begrünt“, versprach in den 170 Tagen 16 Blumenhallen-Schautermine thematisch unterlegt. Einigen fragenden Blicken folgend, ergänzte er, dass die notwendigen Umbauten in den Nachtstunden erfolgen. Damit jeder Besucher täglich eine vollwertige Schau erleben kann, werden die Gärtnerinnen und Gärtner zu Königinnen und Königen der Nacht.

Unser Bürgermeister Thomas Firmenich moderierte gekonnt durch die Pressekonferenz. Sein mit 128 Münzen gefülltes großes rotes Sparschwein opferte er sichtbar gerne für die erste personalisierte Dauerkarte, die über alle 170 Tage zum Eintritt der Schau im kommenden Jahr berechtigt.

Auf Grund der akribischen Vorbereitungen, der konkreten, sachbezogenen Redebeiträge und der inhaltsschweren Pressemappen gab es aus der Reihe der Journalisten nur eine Frage. Ute George, Freie Presse, interessierte sich im Namen ihrer Leser für den finanziellen Beitrag des Landkreises Mittelsachsen. Matthias Damm, mit einem Lächeln im Gesicht, versprach unumwunden 60.000€.

Frau George bedankte sich auch bereits am Folgetag mit einem sehr informativen Artikel in der Freien Presse für ihr Kommen. Dass der Aufsatz mit einem großen Foto vom Einheben einer Brücke über den Mühlbach bereichert wurde und, dass diese Werbung im überregionalen Teil der Zeitung auf Seite zwei erschien, macht ihn für uns besonders wertvoll.

Liebe Leserinnen und Leser, nutzen Sie recht bald die sich bietende Gelegenheit, Ihre Dauerkarte im Vorverkauf zu erwerben.
Damit sparen Sie ganze 16 €, Ihr Budget und unseren Hauptsponsor, die Sparkasse, wird es freuen.

Gunter Teichert

Mitglied im Förderverein

Mit Bienenfleiß zur Einrichtung einer Blühwiese

Am Anfang dieses Jahres erhielt der Vorstand des Fördervereins Landesgartenschau Kenntnis vom Wunsch des Imkervereins, eine Blühwiese einrichten zu wollen. Die Aussicht auf frischen Honig und die Gewissheit, den fleißigen Bienen aus Dankbarkeit für deren uneigennützige Diensteifer, eine fachgerechte Blütenweide in ihre Flugschneiße zu legen, rief im Vorstand uneingeschränkte Zustimmung hervor.

Gemeinsam mit der schon oft und sehr erfolgreich mit uns kooperierende Fachgesellschaft für Umweltplanung und Stadtentwicklung fagus suchten wir eine dafür geeignete Fläche aus.  An der Äußeren Chemnitzer Straße, gegenüber der Tankstelle, neben der ehemaligen Lederfabrik, wurden wir fündig.

Nach anfänglich notwendigen Probegrabungen erwies sich der ehemalige Industriestandort als geeignet.

Der Saatgutlieferant riet dringend die Fläche mit „grober Technik umzubrechen“, damit die alte Grasnarbe untergearbeitet wird und dann, vor der Ansaat,  „zu feiner Nacharbeit“. („O-Ton des Fachmannes“)

Bagger und andere schwere Technik rückten von der benachbarten Baustelle Zschopauaue an, um für den sieben Meter breiten, parallel zum Geh- und Radweg verlaufenden Blühstreifen, die nötigen Voraussetzungen zu schaffen.

Der Saatgutproduzent und -lieferant aus Halle/Saale gab uns zur Planung der Blühwiesenmischung folgenden sehr interessanten Hinweis:

„Grundsätzlich ist es sinnvoller, und kostengünstiger die Saatmischung dem Standort anzupassen, als komplizierte Bodenverbesserungen durchzuführen, um einen Wunschpflanzenbestand (vielleicht) zu etablieren. Unser Anliegen sind hohe Wiederfindungsraten der angesäten Arten (möglichst über 70 % bei 30 bis 50 verschiedenen Mischungspartnern) während der ersten drei Standjahre. Darüber hinaus soll auch nach zehn Jahren erkennbar sein, was hier mal angesät wurde. Der Schwerpunkt unserer Arbeit ist die Zusammenstellung von Saatgutmischungen, die natürliche oder naturnahe Pflanzenbestände initiieren sollen.“

Das traf haargenau die Intensionen unserer Landschaftsplaner und Gärtner. Es entsprach aber auch den Vorstellungen der Mitglieder im Förderverein.  Die Bienen konnten wir leider bis jetzt noch nicht befragen. Durch ihre aufwändige Suche nach geeigneten Nahrungsspendern, sind sie im Augenblick nur ganz schwer anzutreffen.

Nach der Einsaat und dem Abdecken mit Mutterboden am 29.05.2018 stellt sich für alle Passanten von der Äußeren Chemnitzer Straße ein langer, sieben Meter breiter, erdbrauner Streifen in mitten der bereits vorhandenen Wiese dar. Auf einer Gesamtfläche von 1050m² wird recht bald, so uns der Wettergott hold ist, eine opulente Blühwiese entstehen. Das verwendete Wildpflanzensaatgut, bestehend aus 43 verschiedenen Arten, verspricht den Insekten einen reich gedeckten Tisch und allen Passanten einen vielfarbigen und reichhaltigen Wildpflanzenflor.

Frau Dr. Seelemann (fagus) ergänzte: „Es werden auch einige Arten darunter sein, die sich erst im nächsten Jahr entfalten. Deshalb wird das Blühspektrum in den nächsten Jahren immer wieder etwas variieren und interessant zu beobachten sein.“

Der Preis für das Saatgut, welches mit je 10g/m² ausgebracht wurde, scheint mit 741€ angemessen. Bei dem erhofften Ergebnis ist es mehr als ein Schnäppchen. Die Stadtverwaltung versprach, für Passanten ohne grünen Daumen, noch vor Eröffnung der Landesgartenschau 2019, ein entsprechendes Hinweisschild zum Charakter der Blühwiese aufzustellen. Bleibt zu hoffen, dass die noch aus der ehemaligen Baustelleneinzäunung erhaltenen Relikte des Maschendrahtzaunes recht bald dem Schrotthandel übereignet werden.

Gunter Teichert
Mitglied im Förderverein

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